Atelierhaus Dachauer Straße e.V.

Jahresgaben 2012

Am Sonntag, den 1. Advent, 2. Dezember 2012
laden wir Sie herzlich ein, von 14:00 – 19:00 Uhr zur

Ausstellung
Jahresgaben 2012

mit einer Aktion zum Thema
Das Paradiesische Bild

Jugendliche, Kinder, Erwachsene sind eingeladen gemeinsam mit den Künstlern des Atelierhauses ein großes Gemeinschaftsbild auf unsere Wand zu malen. Materialien sind vorhanden, Mallust bitte mitbringen! Wir freuen uns auf Euch.

Ab 15:00 Uhr gibt es Weihnachtsweißwurst mit Weihnachtsbreze und Weihnachtsweißbier

Zum Erhalt des Atelierhauses gehen 30% des Verkaufserlöses
an den Verein Atelierhaus Dachauer Straße e.V.
In den Ateliers werden Arbeiten bis maximal 500 € angeboten.

Künstler und Künstlerinnen: Caterina Albert · Verena Appel · Michele Bernardi · Sabine Berr · Stephan Conrady · Irene Fastner · Susanne von Gemmingen-Taslaman · Heiko Herrmann · Sabrina Hohmann · Rudolf Klaffenböck · Susanne Koch · Carolin Leyck · Patricia London Ante Paris · Ulla Maibaum · Heidi Mühlschlegel · Ursula Oberhauser · Sigrid Pahlitzsch · Silke Peters · Cosy Pièro · Luise Ramsauer · Sara Rogenhofer · Michael Runschke · Esther Rutenfranz · Katrin Siebeck · Barbara Spaett · Dieter Villinger · Peter Weiss

Atelierhaus Dachauer Straße e.V.
Dachauer Straße 110 g, 80636 München
www.atelierhausdachauerstrasse.de
info@atelierhausdachauerstrasse.de

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Flurbeschau

Reden über Kunst 4

Flurbeschau
der tägliche Blick

Eine künstlerische Dokumentation des Geländes

Eröffnung Fr 12. Oktober 2012 18:00 Uhr
geöffnet Sa 13. Oktober 2012 14:00 – 18:00 Uhr

Dachauer Straße 110 g, im 2. Stock
80636 München

Die leeren Räume sprechen nicht
die neuen Kathedralen –

ganz Welt, ganz zugewandt und offen
lyrisch beinah
empfangen sie –

ein Innehalten vor dem ersten
vom Nutzen getriebenen Schritt?

das freie, namenlose Gebiet
nimmt was es bekommt
und ist es

ist Auskunft nun und Antwort

Cosy Pièro

„Und ohne Zweifel wird auch das Staunen
über das „Es-ist-so-gewesen“ verschwinden.
Es ist bereits verschwunden“

R. Barthes

Ende 1992 richteten 26 Künstler ihre Ateliers im Städtischen Atelierhaus ein, das inmitten einer der letzten inner­städtischen Brachen liegt. Die erste und zweite Etage des Baus, der vorher einmal Stadtarchiv war und leer stand, wurden in Ateliers unterteilt und von jeder Künstlerin und jedem Künstler nach Bedarf und Wunsch gestaltet.

Die Theaterleute vom Pathos waren vom Anfang an auf dem Gelände Dachauer/Schwere-Reiter-Straße mit dabei, das durch seine fast schon verwunschenen Ecken mitten in der Stadt ein Eigenleben entfaltete. Tonnen- und Jutierhalle in der Nähe schliefen einen Dornröschenschlaf, bis die Kammerspiele vor einigen Jahren hier kurz eine Interimslösung fanden. Die Falkenberg-Schule und die Akademie der Bildenden Künste zogen hierher. „Leibspeiserei“, eine skurrile Küche der Akademie wurde ein beliebter Treffpunkt zum Essen und Plaudern. Es kamen das Theater „Schwere Reiter“, die Halle 6 dazu, Ateliers und Theaterräume wurden in einigen Gebäuden erneut vermietet. Mittendrin die Feuerwehr­halle, aktiv betrieben, und die Arbeiter der städtischen Betriebe. Nach und nach wanderten die städtischen Einrichtungen vom Gelände ab.

Falkenbergschule und Akademie samt „Leibspeiserei“ sind wieder verschwunden, neue Künstler kamen dazu und so entwickelte sich in den 20 Jahren eine gewachsene Szene, die der Brache ein Gesicht und Lebendigkeit gaben, vor allem wurde sie zu einem Kunst/Kultur-Ort verwandelt und umgebaut. KünstlerInnen gestalteten ihre mittlerweile so etwas wie „Heimat“ gewordenen Produktions- und Lebensstätten, die mit viel eigenen Ideen und Mitteln auch die Erscheinung des gesamten Geländes prägten.

Das Besondere: Der Wildwuchs zwischen den Gebäuden, angefangen von den zerschlissenen Pflastern mit an den Rändern bewachsenen Gestrüpp, die Leerstellen dazwischen mit den fast schon anarchisch dazwischen drängenden Pflanzen und Bäumen, die sich selbst entfaltet haben. Das konnte bestehen und bleiben. Für die einen ein zerfallendes Viertel, für die anderen ein offener Raum zum Gestalten, der Fantasie fordert und diese erlaubt.

Ein Kreativquartier ist von der Stadt München geplant. Tonnen- und Jutierhalle sind dazu vorgesehen. 900 Wohnungen werden entstehen. Vieles wird verschwinden und von der neuen, wohlgeformten Architektur festgelegt werden, die auch Wege, Räume, Nutzungen und Wahrnehmungen für Jahrzehnte festschreibt.

Die Künstlerinnen und Künstler Caterina Albert, Irene Fastner, Susanne von Gemmingen-Taslaman, Evi Mayr, Sigrid Pahlitzsch, Cosy Pièro, Sara Rogenhofer, Michael Runschke, Dieter Villinger, zeigen in Fotos und Video-Arbeiten ihren Blick auf das Gelände. Kein Anspruch von „Kunst“ wird gestellt, keine Dokumentation im herkömmlichen Sinn gezeigt. Es geht um den Blick auf das Gelände mit unterschiedlichen Gefühlen und Einschätzungen: Erinnerung, Heimat, Abschied, Freude, Ideenort, Produktionsstätte, Begegnungen, Freundschaften, Neugier ….

Der Titel Flurbeschau – der tägliche Blick: Der Blick insistiert, hält nach innen zurück. Versuche, Momente dieser 20-jährigen Erfahrung zu zeigen. Die Produktionsmittel sollten nicht aufwendig sein, wir wählten die Fotografie und Video. Die Technik steht nicht im Vordergrund. Unsere Basis: persönliche Erfahrungen, Gefühle, Reflexionen unserer Zeit auf dem Gelände zu formulieren, wobei ästhetische Betrachtungsweisen mit einfließen. Es ist letztlich auch ein Auftreten von uns selbst über die Bilder.

Einige der beteiligten Künstler arbeiten 20 Jahre auf dem Gelände, andere kamen später dazu und eine Künstlerin trägt dazu bei, dass ihre Sicht von außen mit einfließt.

Die „Bilder“ halten fest, was unwiderruflich verschwinden wird. Das Gelände wird ein anderes werden. Das Verschwinden von Hallen, Gebäuden und vor allem der „wilden“ Vegetation, der abgenutzten Zwischenräume von Pflastern, Wegen, Pfaden, die eine spezifische Atmosphäre geschaffen haben. Wir sehen noch Gebäude, Wege, die andere gesehen, belebt und benutzt haben. Es ist auch ein Abschied von einem Ort, an dem etwas zu Ende geht und gleichzeitig etwas beginnt. Und eine Hoffnung, dass hier an einem „geliebten“ Ort nicht jene Einheitlichkeit der Stadt­architektur entstehen mag, die bereits einige Ecken in München überzieht.

Sara Rogenhofer

Atelierhaus Dachauer Straße e.V.
Dachauer Straße 110 g, 80636 München
www.atelierhausdachauerstrasse.de
info@atelierhausdachauerstrasse.de

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Einladungskarte
Wir laden ein
Offene Ateliers in der
Dachauer Straße 110 g
80636 München
Eröffnung Fr 6. Juli 17:00 – 23:00 Uhr
geöffnet Sa 7. Juli 15:00 – 20:00 Uhr
So 8. Juli 15:00 – 20:00 Uhr

Freitag 6. Juli 2011, 18.00 Uhr
Begrüßung

Michael Runschke
Grußworte
Diana Ebster, Kulturreferat
Erich Jenewein
Jenewein und Jenewein Architekten
Informationen zum derzeitigen
Planungsstand des Kreativquartiers

Ab 21:30 Uhr interaktive Lichtperformance
mayerempldoor
architectural space intervention

Gäste – Frise Künstlerhaus Hamburg
Dorothea Heinrich | Lola Romboy

Künstler/innen Caterina Albert | Verena Appel | Johanna Berüter | Irene Fastner | Susanne v. Gemmingen-Taslaman | Roger Kausch | Horst Kirstein | Rudolf Klaffenböck | Susanne Koch | Paul Kotter | Hubert Kretschmer | Caro Kreusch | Dieter Kunz | Carolin Leyck | Kuno Lindenmann | Leena van der Made | Nina Märkl | Evi Mayr | Carsten Nolte | Sigrid Pahlitzsch | Silke Peters | Cosy Pièro | Luise Ramsauer | Sara Rogenhofer | Michael Runschke | Esther Rutenfranz | Barbara Schön | Dieter Villinger | Anna Wheill | Uli Zwerenz

Atelierhaus Dachauer Straße e.V.
Dachauer Straße 110 g, 80636 München
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Einladungskarte Kunst braucht Standort
reden über kunst 3

ZEICHNUNG

Eröffnung: Mittwoch, 23.5.2012, 19:00 Uhr, 2. Stock, Atelier 213

Ausstellung: 24.5. -26.5.2012
14:00 - 19:00 Uhr und nach Vereinbarung
Tel.: 0179 1417489

Benedikt Hipp, Nina Annabelle Märkl, Olaf Probst,
Berthold Reiß, Elisabeth M. Reitmeier zeigen und
diskutieren exemplarische Arbeiten.

Atelierhaus Dachauer Straße e.V.
Dachauer Straße 110 g, 80636 München
www.atelierhausdachauerstrasse.de
info@atelierhausdachauerstrasse.de

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